Seit heute Morgen gibt es den Musikdienst Spotify nun auch in Österreich. Gratis Musik hören, mit Facebook-Freunden teilen, Musik kaufen und auf iPod & Smartphone anhören – Spotify solls möglich machen. Gleich nach dem Aufstehen heute Morgen hab ich (wieder mal) den Computer gestartet, da ich Spotify sogleich ausprobieren wollte. Der Ersteindruck des Dienstes war durchwegs positiv. Details dazu lest ihr einfach im Blog.
Der Installationsvorgang
Die Installation von Spotify gestaltet sich denkbar einfach. Dazu benötigt man lediglich den 83 kb kleinen Spotify Installer und schon kann die lokale Installation durchgeführt werden. Nach der Installation ist es notwendig, sich mittels eines Accounts einzuloggen. Hier hat man nun auch die Qual der Wahl, ob man sich mit seinem Facebook-Account oder einem seperaten Spotify-Account einloggt. Ich wählte die Variante via Facebook. Gleich vor dem Einloggen (siehe Screenshot links) empfehle ich, den Haken bei der Option “Posten auf Facebook aktivieren” zu deaktivieren. Macht ihr das nicht, dann wird jeder angeklickte Musiktitel sofort im Facebookstream angezeigt und eure Friends mit Nachrichten zugemüllt. Das wollen wir doch nicht
Hauptbildschirm
So, Haken weg, “Ich bin neu auf Spotify, los geht’s!” angeklickt, eingeloggt und los gings. Ich bin nun am Hauptbildschirm von Spotify und erstmal vom sehr dunklen Design des Dienstes überrascht. Egal. Mal ein bisschen durch die Menüs klicken. Mir fällt auf, dass der Aufbau stark an iTunes erinnert, wobei die Steuerung der gerade abgespielten Musiktitel im untereren statt dem oberen Bereich angesiedelt ist. Ansonsten sind die grundlegenden Funktionen und Menüs übersichtlich angeordnet. Das Hauptmenü sieht folgendermaßen aus:
Links oben (1) ist wie zu erwarten das Hauptmenü von Spotify. Zur Auswahl stehen die folgenden Menüpunkte:
- In den Neuheiten werden Neuerscheinungen vorgestellt, unter den Top Lists findet man je nach Einstellung aktuelle Charts aus Österreich oder zahlreichen weiteren Ländern. Hier findet sich auch noch ein Button für den Feed (2) der anzeigt, welche Musikstücke meine Facebook-Freunde gehört haben. Dieser Feed wird in Kurzform (3) auch im übergeordneten Neuheiten-Bereich angezeigt.
- Radio kann dazu genutzt werden, um automatisch erstellte Playlists zu verschiedenen Musikrichtungen wie Reggae, Electronic, Jazz, … anzuhören.
- Warteschlange ist beinahe selbsterklärend, da hier die Songs angezeigt werden, die nach dem aktuell laufenden Song (4) abgespielt werden. Des Weiteren gibts einen Übersicht zum bisher gehörten Musikverlauf.
- Unter Postfach werden Musikstücke gespeichert, die einem von Freunden zugesandt wurden.
- Geräte dient der Verwaltung und Synchronisation von Musikdaten auf externen Geräten wie dem iPod oder Smartphones.
- Weitere Punkte im Hauptmenü sind Bibliothek, lokale Dateien, Downloads und Starred. Diese Punkte dienen vor Allem der Verwaltung der lokal bereits vorhandenen sowie der runtergeladenen (also gekauften) Musikstücke. Im Reiter Starred werden Favoriten dargestellt, die mit einem Stern bewertet wurden.
Der untere Bereich dient der Steuerung der abgespielten Musikstücke. Auf der linken unteren Seite befindet sich ein Bild (4) des aktuellen Songs mit Titel und Interpreten, darunter befindet sich der Player mit Zeitleiste, Lautstärkensteuerung, Vor-, Zurück- und Pausebutton.
Ein spezieller Bereich von Spotify ist in der rechten Leiste (6) zu sehen. Hier werden Facebook-Freunde dargestellt, die auch via Spotify aktiv sind. Klickt man dort auf einen der Namen wird das Profil der Person mit, wenn vorhanden, öffentlichen Playlists angezeigt. Diese Playlists können natürlich auch angehört werden.
Erster Eindruck: Durchwegs positiv
Also auf den ersten Blick lässt Spotify wenig zu meckern übrig. Ich kann leider keinen großen Vergleich zu iTunes ziehen, da ich Apple’s Musikdienst zuletzt vor ungefähr acht Jahren nutzte als ich meinen ersten (und einzigen) iPod kaufte. Naja, somit kann ich Spotify wenigstens neutral betrachten und ich muss sagen: Es gefällt mir. Auch die Preismodelle wissen zu überzeugen, da nicht wie bei iTunes per Song abgerechnet wird, sondern auf Monatsbasis. Gratis ist beispielsweise das Einsteigerabo Spotify Open. Weitere Abos sind Spotify Unlimited um monatlich €4,99 sowie Spotify Premium um €9,99. Die Modelle unterscheiden sich grundsätzlich im Umfang ihrer Funktionen, sowie in der Anzahl der Werbeeinblendungen. Eine Übersicht zu den Unterschieden findet ihr hier.
Der Dienst ist einfach und übersichtlich gehalten. Aktuelle Musiktitel sind in guter Tonqualität vorhanden und mit ein paar einfachen Handgriffen lassen sich tolle Playlists zusammenstellen. Mit einem Klick auf “Teilen mit…” können einzelne Titel oder Playlists einfach via Facebook/Twitter/Spotify geteilt werden. Ein kleiner Fehler, oder nennen wir es Verbesserungspunkt, ist mir dennoch aufgefallen: Will ich mit Rechtsklick auf einen Song eine neue Playlist erstellen, dann lässt sich für diese kein individueller Name einstellen. Dies ist erst nachfolgend im Hauptmenü links durch einen Rechtsklick auf die Playlist und einen weiteren Klick auf “Umbennen” möglich. Entweder ich übersehe etwas, oder dieser Vorgang ist wirklich noch so kompliziert gehalten.
Etwas negativ zu bewerten ist natürlich die starke Integration zu Facebook. Jeder Dienst, der derart umfangreich in Facebook integriert ist, macht mich etwas skeptisch. Ich befürchte, dass man in den nächsten Tagen eine Spamwelle von Spotify-Musiktiteln im Facebook-Nachrichtenstream erwarten kann, da viele das automatische Posten der Titel nicht deaktivieren werden (daher achtet zumindest IHR darauf, dies zu tun
). Naja, und neben meinen bisherigen Angaben zu meinen Musikvorlieben kennt Facebook ab nun wirklich jeden Titel, den ich mir anhöre. Natürlich vorausgesetzt, ich nutze Spotify weiterhin.
Aber eigentlich ist die Nutzung von Youtube als Google+ User auch nichts anderes. Womöglich sogar noch schlimmer. Wer weiß das schon so genau?!
Also, was haltet ihr so von Spotify? Habt ihr es schon probiert bzw. werdet ihr es noch probieren?
Alexander Außermayr. Student. Blogger. 




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2 Comments
Hi Alexander.
Gratuliere zu dem gelungenen Artikel.
Und danke für für die umfassende Information zu Spotify.
Schade ist allerdings das man dazu ein fb Konto braucht.
Da das anscheinend gewollt ist, werden Sie auf mich als Kunde wohl verzichten müssen…
Liebe Grüße
Markus
Hallo Markus,
vielen Dank wieder einmal für die lobenden Worte
Ja, wie auch schon an anderer Stelle erwähnt finde ich die starke Integration in Facebook auch etwas bedenklich. Alternativen werden zwar auch von Google (Google Music) oder Apple (iTunes Match) geboten, aber auch diese sind stark an die jeweiligen Systeme gekoppelt. Man hat also die Qual der Wahl, wo man seine Musikstücke hortet und ersteht
Liebe Grüße,
Alex